Die Fassade übernimmt neben dem Dach den Schutz vor Niederschlägen, Luftfeuchte, Frost, mechanischen Abrieb, Wind und Sonne – also recht viel auf einmal! Deswegen ist eine spezielle Pflege in Abhängigkeit der Fassadenart unerlässlich. Im Folgenden wollen wir Ihnen Hinweise zur Werterhaltung der Fassade Ihres Hauses geben.
Putzfassade
Ihre Putzfassade ist mit einem Markenprodukt verputzt. Dieses als Wärmedämmverbundsystem bezeichnete Fassadensystem ist geprüft und gibt Ihrem Haus einen sicheren Schutz vor Umwelteinflüssen.
Werden die Hinweise unter Punkt 4 beachtet, dann ist auch der hochbeanspruchte Sockelbereich gut geschützt. Durchgänge von Elektroleitungen sind wie unter Punkt 2 erläutert zu verschließen. Leichte Verschmutzungen können Sie mit dem Gartenschlauch und gegebenenfalls einer sauberen Bürste entfernen.
Führen Sie eine jährliche Inspektion der Fassade durch Inaugenscheinnahme durch!
Hinweis:
Eine bei ungünstiger Exposition des Gebäudes auftretende Veralgung ist eine natürliche Erscheinung. Das Putzsystem ist im Rahmen seiner Zulassung mit einem gewissen Algen- und Pilzschutz ausgestattet. Im Laufe der Jahre vermindert sich diese Eigenschaft. Auf Grund immer besserer Umweltbedingungen durch weniger Algizide und Fungizide in der Landwirtschaft und der Filtertechnik in der Industrie kann es zu einer Veralgung kommen. Die Gefahr ist umso geringer, je stärker die Vorgaben aus Punkt 4 eingehalten werden. Auch sollten Sie verschattenden Bewuchs und Gartenteiche nicht in der Nähe von Fassaden anordnen. Je nach Lage des Hauses, ländliche Region, Bäume, umgebende Bebauung, Gewässer und der Rauigkeit der Oberflächen können Putzfassaden veralgen. Dies ist kein Mangel. Im Rahmen eines bauseitigen Überholungsanstriches können spezielle Grundierungen eingesetzt werden, die wiederum für eine gewisse Zeit ein Algenwachstum verhindern.
Überholungsanstrich
Verwenden Sie vorzugsweise ein Produkt des Herstellers, mit dem DAN-WOOD House gearbeitet hat. Damit ist gewährleistet, dass die guten bauphysikalischen Eigenschaften der Fassade erhalten bleiben. Beachten Sie bitte die Verarbeitungshinweise des Lieferanten.
Holzfassade
Eine Holzfassade ist eine sehr lebendige Fassade. Sie besitzt die Einzigartigkeit von natürlich gewachsenem Holz. Durch die Standortbedingungen des Baumes und seines Einschnitts ist jedes Fassadenprofil ein Unikat. Nadelhölzer besitzen einen natürlichen Harzanteil, dieser ist wichtig für die natürliche Resistenz. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es bei Harzgallen, die bisher unsichtbar im Holz verborgen waren, dazu kommen, dass das Harz an die Oberfläche tritt. Dies ist kein Mangel, sondern eine natürliche Eigenschaft von Hölzern. Vor dem nächsten Überholungsanstrich kann das Harz mit einem Spachtel abgestoßen werden. Bei Ihrem Haus haben wir nur getrocknetes Holz verwendet. Trotzdem kann es auf Grund von Wuchsmerkmalen des Holzes und der Einschnittart auf Grund von Sonneneinstrahlung und Umgebungsklima zu Rissen kommen. Risse im Rahmen der Zulässigkeit der zu Grunde liegenden Norm sind nicht zu vermeiden. Beschichtungen haben die Aufgabe, das rohe Holz zu schützen. Sie werden mehrlagig aufgebracht und jede Beschichtung hat eine besondere Funktion zu erfüllen. Im Regelfall ist dies Imprägnieren – Grundieren – Zwischen- bzw. Endbeschichten. Je transparenter eine Beschichtung ist, umso geringer ist der Widerstand gegen Sonneneinstrahlung. Sonne bzw. UV-Strahlung hat die Eigenschaft, die Kittsubstanz des Holzes zu zerstören. Daher sind deckende Beschichtungssysteme langlebiger und benötigen zeitlich geringere Überholungsintervalle.
Lasuren
Lasuren lassen das natürliche Erscheinungsbild des Holzes mit seiner Maserung besonders hervortreten. Daher können zwei gleich beschichtete Hölzer unterschiedliche Farbnuancen aufweisen. Diese schöne optische Eigenschaft zu bewahren, ist die Aufgabe des Überholungsanstriches. Werden mit Lasuren beschichtete Hölzer nicht rechtzeitig überarbeitet, kann es durch in das Holz eingedrungene Feuchte zu Verfärbungen kommen, die nicht mehr zu beseitigen sind.
Wichtig:
Bei Lasuren muss jedes Jahr eine Inspektion der Beschichtung erfolgen. Auch kann es bei lasierten Holzbauteilen vorkommen, dass ein Überholungsanstrich schon nach zwei Jahren notwendig wird. Bitte beachten Sie die oben stehenden Hinweise, da es sonst zu irreparablen Schädigungen kommen kann. Überholungsanstriche sind Anstriche im Rahmen der Wartungs- und Pflegepflicht des Eigentümers des Gebäudes.
Anzeichen für einen notwendigen Überholungsanstrich sind optisch helle Streifen, matte Oberflächen, Ablösungen und Risse. Im Zweifel sollten Sie immer einen Fachmann zu Rate ziehen.
Deckende Beschichtungen
Deckende Beschichtungen sind widerstandsfähiger als Lasuren. Das natürliche Holzbild ist hier kaum noch sichtbar. Gerade aus diesem Grund können sich besonders bei hellen Farbtönen Äste schattenartig oder auch Holzmaserungen im Streiflicht abzeichnen. Deckende Anstriche sind gegenüber Lasuren meist dampfdiffusionsdichter und anfälliger für Feuchtehinterwanderung. Daher ist es wichtig, auch schon kleine Schäden auszubessern. Eine Inspektion der Fassade sollte auch hier alle zwei Jahre erfolgen. Überholungsanstriche können bei deckenden Beschichtungen alle drei bis fünf Jahre notwendig sein. Achten Sie auf den besonderen Schutz der Hirnholzflächen.
Erneuerungsanstrich
Bei ihrem Haus haben wir Qualitätsprodukte eingesetzt. Diese im Fachhandel erhältlichen Beschichtungen sind bestens für einen Erneuerungsanstrich geeignet. Beachten Sie bitte die Verarbeitungshinweise der Hersteller!
Vormauerschalen
Vormauerschalen bestehen aus nichttragenden Mauerschalen. Die Eigenschaften der Vormauersteine können höchst unterschiedlich sein. Auch spielt die Art der Verfugung eine große Rolle. Vormauersteine können hochfest und glasiert sein, aber auch aus einem porösem Stein mit sehr rauer und saugfähiger Oberfläche bestehen. Vormauerschalen sind nicht schlagregendicht. Daher nehmen sie in Abhängigkeit der Beanspruchung durch den Stein bzw. durch die Fuge Feuchtigkeit auf. Bei starker Beanspruchung kann Wasser durch die Vormauerschale dringen und auf der Rückseite der Vormauerschale zum Fußpunkt laufen. Hier wird das Wasser durch die Entwässerungsöffnungen sicher nach außen geführt. Entwässerungöffnungen sind daher immer frei zu halten, so dass ein sicherer Abfluss möglich ist. Planmäßige Entwässerungsöffnungen unter Terrain müssen vor Verschlammung geschützt werden und in eine sickerfähige Schicht führen.
Vormauerschalen sind nahezu wartungsfrei. In den ersten Jahren können Ausblühungen auftreten, die sich mit einer festen Bürste und Wasser entfernen lassen. Die Ausblühungen beruhen auf löslichen Bestandteilen in den Steinen oder Fugen, die durch eindringende Feuchtigkeit gelöst werden und sich beim Trocknen an der Oberfläche zeigen. Sollten die Ausblühungen auch nach mehrmaligem Abwaschen auftreten, informieren Sie uns, damit wir der Ursache auf den Grund gehen können.
Die Vormauerschale sollte jährlich inspiziert werden. Einzelne Abrisse in der Fuge und im Stein von 0,2 – 0,3 mm sind üblich. Durchgehende Risse über mehrere Steine und Fugengrößen über 0,5 mm sollten Sie uns zur Begutachtung melden.
Dehnungsfugen und als plastische Fuge ausgeführte Anschlussfugen zum Fenster sind auf Haftung zu überprüfen. Plastische Fugen sind Wartungsfugen und unterliegen üblichen Erneuerungsintervallen.
Achten Sie darauf, dass Natursteinfensterbänke empfindlich sind. Verwenden Sie für die Reinigung nur warmes Wasser oder spezielle Pflegemittel. Gemauerte Rollschichten als Fensterbank oder Abdeckungen sind einer hohen Belastung ausgesetzt. Daher sind diese in der Regel wasserabweisend imprägniert. Sobald die wasserabweisende Eigenschaft nachlässt, muss eine Neuimprägnierung erfolgen.