Die Außenanlagen Ihres Hauses sollen funktionsgerecht und optisch ansprechend sein. Sie übernehmen aber auch eine Schutzfunktion für das Haus, indem sie die Feuchtigkeitsbeanspruchung von Sockel und Fassade vermindern.
Je nach Ausbildung des angrenzenden Geländes, der umgebenden Bebauung, der Dachüberstände sowie der Bodenverhältnisse wirken unterschiedliche Beanspruchungen auf den Sockelbereich ein.
- Regel
Oberflächenfeuchte frühzeitig vom Gebäude fernhalten. Gerade bei Hanglage und bindigen Böden kann es zu starken Aufstauungen von Oberflächenwasser auf der Hangseite kommen. Durch die Ausbildung des Geländes sollten Sie versuchen, das Wasser um das Gebäude zu führen und dem nächsten Vorfluter oder einer ausreichend bemessenen Versickerung zuzuführen. Sofern notwendig, besprechen Sie die Ausbildung einer so genannten Berme mit dem Unternehmer, der für Sie die Anpassung des Geländeniveaus vornimmt. Eine Berme ist eine Fläche mit Gefälle zur Hangseite. Sie bremst und sammelt das Oberflächenwasser. Eine Auskleidung mit scharfkantigem Schotter verhindert das Abrutschen von Bewuchs.

- Regel
Achten Sie darauf, dass die Höhe des fertiggestellten Außengeländes mindestens 150 mm Abstand zur Unterkante der Außenwand im Erdgeschoss aufweist.

1. Sickerfähiger Füllboden
2. Kiesbett
3. Rasenkantenstein
- Regel
Halten Sie Bodenfeuchte vom Gebäude fern. Eine ca. 30 - 40 cm breite Kieseltraufe schützt den Fußpunkt vor Stauwasser und bricht den Niederschlag so, dass die Verschmutzung der Fassade im Sockelbereich vermindert wird.
Achtung!
Ist die Einhaltung des Mindestabstandes von 150 mm nicht möglich, müssen Kompensationsmaßnahmen getroffen werden. Eine mit dem Innenboden auf gleicher Höhe liegende Pflasterung, zum Beispiel im Terrassenbereich, sollte nur bei im Vorfeld als alters- oder behindertengerecht geplanter Ausführung realisiert werden. Terrassen sollten immer gemäß Detailskizze „Terrassenanschluss“ ausgeführt werden. Fensterbleche von Terrassentüren sind keine Trittbleche. Übersteigen Sie diese bitte!

1. Belag mit mindestens 2 % Gefälle verlegen
2. Entwässerungsrinne mit Anschluss an Regenwasser - Entwässerung
3. Trennstreifen aus Perimeterdämmung
Achtung!Anschluss an die HaustürDer Hauseingangsbereich ist die Visitenkarte Ihres Hauses. Ein mit Granit belegtes Podest oder eine gemauerte Stufenanlage führen Besucher auf dem besten Weg in Ihr schönes Haus. Hauseingangstüren besitzen daher eine spezielle Schwelle, um das Podest oder die oberste Stufe anzuschließen.
Aus wärmeschutztechnischen und konstruktiven Gründen muss zwischen einem nachträglich aufbetonierten Podest oder einer gemauerten bzw. gepflasterten Stufe und der Schwelle ein 10 mm dicker Dämmstreifen liegen.

Trennstreifen >= 10 mm Perimeterdämmung
Stützen von Vordächern
Stützen von Vordächern sind in ihrer Länge so bemessen, dass Sie ca. 6,3 cm über dem Eingangspodest enden. Gerade bei Holzstützen ist es besonders wichtig, dass diese luftumspült sind. Daher dürfen diese nicht eingemauert oder einbetoniert werden.

Stützen von Balkonen und eingezogenen Loggien im EG:Stützen von Balkonen und eingezogenen Loggien im EG sind in ihrer Länge so bemessen, dass Sie ca. 6,3 cm über dem geplanten Höhenniveau enden. Gerade bei Holzstützen ist es besonders wichtig, dass diese luftumspült sind. Daher müssen diese, sofern sie ausnahmsweise in Rabatten oder Rasenflächen angeordnet werden, immer mit einem ca. 20 cm breitem, umlaufenden Kiesbett oder Kleinpflaster eingefaßt werden.
Achtung!Fußpunkte von Stützen sind vor Staunässe zu schützen. Daher sind sie immer frei von Erdreich zu halten, so dass kein unmittelbarer Bewuchs entsteht!
Informieren Sie das ausführende Unternehmen über die oben stehenden Hinweise!