Wenn Sie Ihr Haus geplant haben, geht es ans Rechnen:
- Wie viel Eigenkapital ist vorhanden? (Alle Geldanlagen und Wertpapiere)
- Wie viel Geld kann monatlich für ein Bankdarlehen ausgegeben werden, damit noch genügend Geld zum Leben bleibt?
(Alle Einkünfte wie Lohn oder Gehalt, regelmäßige Nebeneinkünfte, Kindergeld, Mieteinnahmen, Renten gegen laufende Ausgaben für alle Lebenskosten einschließlich Raten für Kleinkredite aufrechnen. Bei den künftigen Ausgaben die hohen Hausnebenkosten und vor allem evtl. höhere Kosten für Mobilität nicht vergessen)
- Wie hoch darf demnach der Darlehensbetrag sein, den Sie für die Hausfinanzierung benötigen?
- Wie viel dürfen also Grundstück und Haus zusammen maximal kosten?
Auch wenn es heute nicht mehr zwingend ist, 20 bis 30 Prozent Eigenkapital einzubringen, so ist ein eigenes Kapitalpolster empfehlenswert. Jeder geliehene Euro kostet Geld, und selbst bei günstigen Konditionen zahlen Sie in den ersten Jahren überwiegend Zinsen. Wenn Sie kein eigenes Geld angespart haben, stellen Sie sich ernsthaft die Frage, warum das nicht möglich war. Vielleicht sollten Sie sich dann auch nicht mit einer Hausfinanzierung belasten.
Vergleichen Sie ausführlich die Finanzierungsangebote der Banken. Das kostet ein wenig Zeit, aber lohnt sich. Schon wenige Prozentpunkte im Zinssatz können einige Tausend Euro auf 10 Jahre verteilt ausmachen.
Außerdem sollten Sie in jedem Fall Ausschau nach Fördermöglichkeiten halten, was vor allem hinsichtlich der Ausstattung mit Energiespartechnik lohnenswert ist.
Wichtige Informationen dazu finden Sie unter anderem unter:
www.kfw-foerderbank.de www.bafa.de www.energiefoerderung.info www.baufoerderer.de Wenn Sie eine geringe Diskrepanz zwischen Ihren Hausträumen und der möglichen Finanzierung sehen, helfen eventuell Eigenleistungen weiter. Maler, Fliesen oder Teppicharbeiten selbst zu übernehmen, spart zumindest den Arbeitslohn für diese Arbeiten. Eine andere Möglichkeit ist die Variante Ausbauhaus. Doch dafür brauchen Sie Zeit, handwerkliches Können und viele geschickte Freunde und Familienmitglieder.
Vergessen Sie nicht, Grunderwerbssteuern, Kosten für Notar- und Grundbucheintragung, Maklerprovision sowie weitere Baunebenkosten wie Gebühren für Baugenehmigung, Baustrom, Bauwasser, Bautoilette, Schuttcontainer, Kosten für Medienanschlüsse und Bauversicherungen, Vermessungskosten, außerdem die Kosten für Küche und Außenanlagen in Ihre Finanzierung einzuberechnen. Je größer das Grundstück ist, umso höher fallen diese Posten aus.