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Grundstückssuche

Grundstücke können Sie über Grundstücksmakler, entsprechende Online-Portale, über Ihren Hausanbieter, über Immobilienmärkte in Zeitungen oder über Städte und Gemeinden finden. Manchmal ist es auch das Schild „Grundstück zu verkaufen“ an einem halb verfallenen Zaun, das man während eines Spazierganges oder einer Radtour entdeckt, das zum eigenen Traumgrundstück führt.

Die Grundstückssuche kann ein langwieriger Prozess in Ihrem Projekt „Hausbau“ werden. Das fängt beim Standort an. Die wichtigste Frage ist: Wo wollen Sie leben? In der Stadt oder auf dem Land? Selbst wenn Sie die Stadt bevorzugen, kann es möglich sein, dass die Grundstückspreise Sie doch an den Stadtrand oder in ländlichere Regionen führen. Dann gilt es besonders zu schauen, wie die dortige Infrastruktur ist, ob es gute Verkehrsanbindungen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen, Ärzte, Freizeitmöglichkeiten usw. gibt. Für Berufstätige sind der Weg zur Arbeit (Staustrecken, öffentliche Verkehrsmittel) und vielleicht sogar die Anbindung an Flughäfen und größere Bahnhöfe zu berücksichtigen.

Eine andere wichtige Frage ist die nach der Größe des Baulandes. Dazu sollten Sie wissen, wie groß Ihr Haus in etwa werden soll und welchen Platz Sie für Garagen, Schuppen, Swimmingpool etc. brauchen. Hobbygärtner oder Hundehalter planen sicherlich mehr Platz rings um das Haus ein als Menschen, die einfach nur einen Bauplatz suchen und möglicht wenig Gartenarbeit erledigen wollen. Nicht zuletzt wird die Grundstücksgröße auch vom Budget bestimmt, was manchem Traum Grenzen setzt.

Doch zum Wohlfühlen ist nicht nur die Größe entscheidend. Prüfen Sie, wenn Sie eine Gegend ins Auge gefasst haben, die nähere Umgebung, auch die Lärmsituation – zumindest, wenn Sie sensibel auf Lärm reagieren. In der Nähe einer Autobahn oder Bundestraße kann es bei ungünstigen Windverhältnissen selbst in einiger Entfernung starke Lärmbelästigung geben. Gleiches gilt für Eisenbahnlinien. Auch Pflasterstraßen bergen ein ziemliches Lärmpotenzial.

Schauen Sie die Nachbarschaft an. Supermärkte, Gaststätten, Gewerbegebiete oder ein Großaufgebot an Hunden in unmittelbarer Umgebung werden Ihrer geträumten ruhigen Idylle nicht förderlich sein. Stallanlagen wiederum können empfindliche Nasen auf Dauer unglücklich machen. Und falls ihr Grundstück an eine Brache grenzt, schauen Sie den Flächennutzungsplan der Gemeinde an. Er zeigt Ihnen, ob hier in nächster Zeit Baumaßnahmen geplant sind.

Fall Sie ein Sonnenanbeter sind, möchten Sie sicherlich auf ihrer Terrasse jeden Sonnenstrahl bis zum Sonnenuntergang genießen. Dann achten Sie auf die Ausrichtung des Grundstückes und darauf, dass Umgebungsbauten, große Bäume oder gar Ihr eigenes Haus Ihren Garten nicht allzu sehr beschatten. Wenn Sie große Hitze im Sommer eher nicht mögen, ist ein bewaldetes Grundstück oder eines mit großen Laubbäumen perfekt für Sie. Bedenken Sie, dass viel Laubwerk im Sommer auch viel Licht schluckt. Bei der Raumplanung Ihres Hauses sollten Sie das unbedingt berücksichtigen. Viel Laub bedeutet auch viel Arbeit im Herbst.
Schauen Sie das auserwählte Grundstück unbedingt mehrmals an, auch zu verschiedenen Tageszeiten, an Sonn- und Wochentagen. Nur so werden Sie herausfinden, ob es Ihren Vorstellungen entspricht.

Häufig sind preiswertere Grundstücke im Angebot, die an noch nicht befestigten Straßen liegen oder die noch nicht an die öffentliche Abwasserentsorgung angebunden sind. Berücksichtigen Sie in Ihrer Finanzplanung die Erschließungskosten, die dafür auf Sie zukommen könnten.

Wenn Sie Ihr Grundstück gefunden haben, prüfen Sie vor dem Kauf, ob es wirklich als Bauland ausgewiesen ist und ob sich Ihre Hausvorstellungen dort verwirklichen lassen. Nicht selten gibt es strenge Bauvorschriften. Werfen Sie einen Blick in den Bebauungsplan der Gemeinde. Wie viele Geschosse sind erlaubt? Wie viel der Grundstücksfläche darf überbaut werden? Wie viel davon darf Wohnfläche sein? Wo verlaufen die Baugrenzen? Gibt es vorgeschriebene Bauweisen oder Dachformen?
Sind bestimmte Versorgungsanschlüsse vorgeschrieben? Mit einer Bauvoranfrage an die Gemeinde oder das zuständige Bauamt gehen Sie ganz sicher.

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