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Wie lange dauert es, ein Fertighaus zubauen? Planung und Realität

Der Bau eines Fertighauses ist für viele Bauherren eine spannende Entscheidung, aber oft stellt sich die zentrale Frage: Wie lange dauert die Bauzeit wirklich? Während Hersteller oft mit „sechs bis acht Monaten“ ab Vertrag werben, zeigt die Praxis, dass die gesamte Bauzeit vom Erstkontakt bis zur Schlüsselübergabe realistischerweise zwischen neun und zwölf Monaten liegt. Dabei macht die eigentliche Hausmontage nur einen kleinen Teil des Bauprozesses aus – ein großer Anteil entfällt auf Planung, Genehmigungsverfahren und unvermeidbare Wartezeiten, die für den Einzugstermin berücksichtigt werden müssen. Wer frühzeitig plant, kann den Bauablauf effizient steuern und die Termine besser einhalten. Mehr Informationen zu Hausprojekte bietet unser Portfolio für Bauherren.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie lange dauert der Bau eines Fertighauses wirklich?

  1. Welche Bauphasen bestimmen die Gesamtdauer?

  1. Wie lange dauert die Hausmontage auf der Baustelle?

  1. Wie viel Zeit beansprucht der Innenausbau?

  1. Was beeinflusst die Bauzeit eines Fertighauses?

  1. Wie wirkt sich die Wahl zwischen Keller und Bodenplatte aus?

1. Wie lange dauert der Bau eines Fertighauses wirklich?

Die realistische Gesamte Bauzeit eines Fertighauses liegt von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Schlüsselübergabe bei 9 bis 12 Monaten. Die reine Bau- und Montagezeit beträgt nur einen Bruchteil davon, während ein großer Teil auf die Planung, Genehmigungen und Wartezeiten entfällt. Ein frühzeitiger Start der Planungsphase und eine gute Abstimmung mit Architekt und Bauunternehmen helfen, Verzögerungen zu minimieren.

2. Welche Bauphasen bestimmen die Gesamtdauer?

Die Bauphasen eines Fertighauses lassen sich klar in mehrere Abschnitte gliedern, die die Gesamte Bauzeit wesentlich bestimmen:

  1. Planungsphase: Hier werden Grundrisse erstellt, Verträge abgeschlossen und die Wünsche des Bauherrn in konkrete Pläne umgesetzt. Diese Phase umfasst in der Regel drei bis vier Monate, abhängig von der Komplexität des Projekts und der Verfügbarkeit von Architekten.
  2. Genehmigungsverfahren: Der Bauantrag inklusive Baugenehmigung kann weitere drei bis vier Monate beanspruchen. Unterschiede zwischen Bundesländern wirken sich hier direkt auf die Bauzeit aus.
  3. Vorarbeiten auf der Baustelle: Dazu zählen Erdarbeiten, Fundamentlegung und die Vorbereitung der Baustelle für die Montage.
  4. Produktion im Werk: Die Module werden witterungsunabhängig in der Fabrik gefertigt. Diese Phase läuft parallel zu den Vorarbeiten und reduziert die Gesamtbauzeit erheblich.
  5. Montage und Innenausbau: Die Hausmontage auf der Baustelle erfolgt sehr schnell, während der Innenausbau den größten Zeitanteil beansprucht.

Die detaillierte Übersicht der Bauphasen erleichtert Bauherren die Planung und macht die Dauer des gesamten Projektes nachvollziehbar. Mehr dazu unter Fertighaus Katalog.

3. Wie lange dauert die Hausmontage auf der Baustelle?

Der Aufbau vor Ort ist der wohl beeindruckendste Vorteil der Holzrahmenbauweise: Die Hausmontage eines Fertighauses erfolgt in der Regel in 1 bis 3 Tagen für die Wände und das Grundgerüst, ergänzt durch ein bis zwei Tage für die Montage inklusive Dach. Möglich wird dies durch den hohen Vorfertigungsgrad der Wandelemente und Dachelemente, die in der Werkshalle unter idealen Bedingungen hergestellt werden. Die Montage ist witterungsunabhängig, wodurch wetterbedingte Verzögerungen minimiert werden. Bauherren, die auf schnelle Ergebnisse Wert legen, profitieren hier besonders. Weitere Beispiele finden Sie unter Eineinhalbgeschossige Fertighäuser Projekte.

4. Wie viel Zeit beansprucht der Innenausbau?

Nach der Montage beginnt die Phase des Innenausbaus, die oft der zeitintensivste Teil des Projekts ist. Für ein schlüsselfertiges Fertighaus ohne Eigenleistungen sollte man acht bis zwölf Wochen einplanen. Zu den wesentlichen Arbeiten gehören:

  • Installation von Heizung, Elektro- und Sanitäranlagen
  • Estricharbeiten inklusive der Trocknungszeit
  • Trockenbau, Malerarbeiten und Tapezieren
  • Verlegung von Bodenbelägen
  • Koordination der verschiedenen Gewerke

Die genaue Dauer hängt stark von der gewählten Ausbaustufe und individuellen Anpassungen ab. Tipps zur optimalen Dämmung finden Sie unter Fertighaus dämmen.

5. Was beeinflusst die Bauzeit eines Fertighauses?

Verschiedene Faktoren können die Bauzeit erheblich verlängern. Zu den wichtigsten gehören:

  • Dauer der Baugenehmigung
  • Individualisierungen und Sonderwünsche des Bauherrn
  • Auslastung der Hausbaufirma und Lieferengpässe bei Materialien
  • Komplexität des Hauses und gewählte Ausbaustufe
  • Wetterbedingte oder logistische Wartezeiten

Diese Punkte sind entscheidend, um Verzögerungen vorherzusehen und Pufferzeiten in den Bauablaufplan einzubauen. Weitere Informationen finden Sie unterWas kostet ein Fertighaus.

6. Wie wirkt sich die Wahl zwischen Keller und Bodenplatte aus?

Die Entscheidung für Keller oder Bodenplatte hat direkten Einfluss auf die Bauzeit:

  • Bodenplatte: ca. zehn Tage
  • Kellerbau: ca. vier bis fünf Wochen

Ein Keller verlängert zwar die Bauzeit, bietet aber zusätzlichen Stauraum und potenzielle Wohnfläche. Die Wahl hängt somit von den Prioritäten der Bauherren ab, insbesondere wenn es um zusätzliche Nutzfläche geht. Beides ist integraler Bestandteil der Fundamentarbeiten und Aushub.

Die realistische Bauzeit eines Fertighauses liegt zwischen neun und zwölf Monaten. Die schnelle Hausmontage vor Ort von nur wenigen Tagen steht im Kontrast zum längeren Innenausbau und den notwendigen Planungs- und Genehmigungsphasen. Einflussfaktoren wie Kellerbau, Sonderwünsche oder Lieferengpässe wirken sich direkt auf den Einzugstermin aus. Wer frühzeitig die Bauphasen kennt, die einzelnen Gewerke koordiniert und alle Puffer einplant, kann den Bau effizient steuern und Überraschungen vermeiden. Mit der richtigen Planung wird das Fertighaus nicht nur schnell, sondern auch termingerecht bezugsfertig.

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