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Infrarotheizungen im Fokus - Vor- und Nachteile, Verbrauch und Funktionsweise

In Zeiten steigender Energiekosten und wachsendem Umweltbewusstsein gewinnen alternative Heizsysteme zunehmend an Bedeutung. Eine der innovativsten und zugleich effektivsten Lösungen ist die Infrarotheizung. Sie gilt als moderne, platzsparende und wartungsarme Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. Doch wie genau funktioniert sie, wie hoch sind die Kosten und der Verbrauch, und wann lohnt sich der Einsatz? In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die Vorteile und Nachteile der Infrarotheizung, ihre Funktionsweise und ihr Potenzial für nachhaltiges Heizen – auch in Kombination mit einer Photovoltaikanlage.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie funktioniert eine Infrarotheizung im Vergleich zu Konvektionsheizungen?
  2. Wie setzen sich die Kosten für eine Infrarotheizung zusammen?
  3. Wie wird die Effizienz und der Stromverbrauch einer Infrarotheizung bewertet?
  4. Wann eignet sich eine Infrarotheizung als alleiniges Heizsystem?
  5. Wie funktioniert eine Infrarotheizung in hybriden Heizsystemen?
  6. Wie nachhaltig ist das Heizen mit Infrarot in Kombination mit einer PV-Anlage?

1. Wie funktioniert eine Infrarotheizung im Vergleich zu Konvektionsheizungen?

Im Gegensatz zu klassischen Heizsystemen, die die Raumluft erwärmen, arbeitet die Infrarotheizung mit Wärmestrahlung. Sie erwärmt direkt die Oberflächen und Gegenstände im Raum – ähnlich wie die Sonne. Diese speichern die Wärme und geben sie gleichmäßig wieder ab. Dadurch entsteht ein besonders angenehmes, trockenes Raumklima ohne Luftzirkulation.

Während Konvektionsheizungen Staub aufwirbeln und für Temperaturschwankungen sorgen, punkten Infrarotheizungen mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Besonders in energieeffizienten Häusern oder bei guter Innendämmung der Wand ist diese Heiztechnik eine ideale Lösung.

2. Wie setzen sich die Kosten für eine Infrarotheizung zusammen?

Die Anschaffungskosten für eine Infrarotheizung sind im Vergleich zu konventionellen Systemen deutlich geringer. Eine Standardanlage kostet – je nach Größe und Ausstattung – zwischen 500 und 2.000 Euro pro Raum. Hinzu kommen Installationskosten, die sich meist in Grenzen halten, da keine Leitungen oder Heizkörper montiert werden müssen.

Die Betriebskosten hängen stark vom Strompreis und der Gebäudeisolierung ab. Um realistische Werte zu erhalten, empfiehlt sich eine Heizlastberechnung, die den tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses ermittelt. Diese ist besonders wichtig bei Neubauten oder Sanierungen, bei denen die Heizleistung exakt auf das Gebäude abgestimmt werden sollte.

3. Wie wird die Effizienz und der Stromverbrauch einer Infrarotheizung bewertet?

Der Stromverbrauch einer Infrarotheizung liegt – je nach Raumgröße und Dämmstandard – bei etwa 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter. In gut isolierten Gebäuden oder bei Passivhausstandard kann der Verbrauch deutlich niedriger ausfallen.

Entscheidend für die Effizienz ist jedoch nicht nur der Verbrauch, sondern auch die intelligente Steuerung. Mit Smart-Home-Systemen lässt sich die Temperatur bedarfsgerecht regeln, was den Energieeinsatz erheblich reduziert. In Kombination mit einem energieeffizienten Haus und erneuerbaren Energiequellen, wie einer PV-Anlage, kann eine Infrarotheizung nahezu klimaneutral betrieben werden.

4. Wann eignet sich eine Infrarotheizung als alleiniges Heizsystem?

Infrarotheizungen eignen sich besonders gut für moderne, gut gedämmte Gebäude, etwa schlüsselfertige Häuser oder Neubauten mit geringem Wärmebedarf. Auch in Ferienhäusern, Gästezimmern oder Büros kann sie als alleiniges Heizsystem eingesetzt werden.

In Altbauten mit unzureichender Dämmung ist der Energieverbrauch jedoch höher, weshalb dort oft eine Kombination mit anderen Heizformen – etwa Wärmepumpen oder Gasheizungen – sinnvoller ist. Die Wahl hängt stark vom individuellen Nutzungsverhalten und der Bausubstanz ab.

5. Wie funktioniert eine Infrarotheizung in hybriden Heizsystemen?

In hybriden Heizsystemen arbeitet die Infrarotheizung ergänzend zu anderen Energiequellen. Sie kann gezielt in Räumen eingesetzt werden, in denen kurzfristig Wärme benötigt wird – etwa im Bad oder im Arbeitszimmer.

So lässt sich der Heizkomfort erhöhen, ohne den Energieverbrauch des Gesamtsystems stark zu steigern. Durch die Kombination mit einer FußbodenheizungBodenplatte mit integrierter Wärmedämmung oder einem zentralen Heizsystem entsteht eine effiziente und flexible Heizlösung.

6. Wie nachhaltig ist das Heizen mit Infrarot in Kombination mit einer PV-Anlage?

Die Kombination aus Infrarotheizung und Photovoltaikanlage gilt als besonders zukunftsweisend. Der Strom, der auf dem Dach erzeugt wird, kann direkt für den Heizbetrieb genutzt werden – ganz ohne CO₂-Ausstoß. Dadurch sinken nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Werden zusätzlich Energiespeicher eingesetzt, lässt sich der Eigenverbrauch weiter optimieren. In modernen Neubauten oder Sanierungskonzepten kann diese Kombination eine nahezu autarke Energieversorgung ermöglichen – ein wesentlicher Schritt hin zu nachhaltigem Wohnen.

Infrarotheizungen bieten eine attraktive, effiziente und nachhaltige Alternative zu klassischen Heizsystemen. Sie überzeugen durch niedrige Anschaffungskosten, einfache Installation und ein gesundes Raumklima. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage oder in einem energieeffizienten Haus entfalten sie ihr volles Potenzial und tragen maßgeblich zur Senkung der Energiekosten bei.

Für Bauherren, die ein modernes Heizkonzept suchen, lohnt sich die Investition in diese Technologie – besonders, wenn sie Teil eines durchdachten, ganzheitlichen Hauskonzepts ist, wie es beispielsweise beim schlüsselfertigen Haus von Danwood realisiert wird.

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