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Haus planen - Schritt für Schritt zum eigenen Traumhaus

Ein eigenes Haus zu bauen beginnt nicht mit dem ersten Spatenstich, sondern mit einer durchdachten Planung. Wer sein Haus planen möchte, sollte strukturiert vorgehen und alle relevanten Phasen berücksichtigen – von Budget und Grundstück bis hin zu Entwurf, Baupartnern und rechtlichen Vorgaben. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, worauf es bei der modernen Hausplanung im Jahr 2026 ankommt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie läuft die Hausplanung Schritt für Schritt ab?

  1. Welche Software und 3D-Tools eignen sich zum Haus planen?

  1. Worauf ist bei der Gestaltung des Grundrisses zu achten?

  1. Architekt oder Fertighausanbieter: Wer ist der richtige Partner?

  1. Wie lassen sich Baukosten und Baunebenkosten kalkulieren?

  1. Welche rechtlichen Vorgaben sind beim Bau zu beachten?

1. Wie läuft die Hausplanung Schritt für Schritt ab?

Die Hausplanung folgt idealerweise einem klaren Masterplan in 7 Schritten, der den gesamten Bauprozess überschaubar macht. In der Planungsphase werden die Grundlagen gelegt, während die Umsetzungsphase auf diesen Entscheidungen aufbaut. Zentrale Planungsschritte sind:

  • Budgetklärung und Finanzierungszertifikat
  • Definition des Raumprogramms
  • Grundstückssuche und Baugrunduntersuchung
  • Entwurfsplanung
  • Auswahl des Baupartners
  • Genehmigungen und Verträge
  • Bauausführung mit klaren Meilensteinen

Ein realistischer Bauablaufplan mit klarer Zeitplanung hilft, Risiken zu minimieren. Wer tiefer einsteigen möchte, findet weitere Details im Beitrag Hausbau Schritt für Schritt sowie in der Hausbau Checkliste.

2. Welche Software und 3D-Tools eignen sich zum Haus planen?

Moderne Hausplanungssoftware erleichtert es, Ideen frühzeitig zu visualisieren. Ein 3D Hausplaner ermöglicht 2D-Grundrisse, 3D-Visualisierung, fotorealistische Darstellungen und sogar einen virtuellen Rundgang. Tools wie Planner 5D oder Roomle eignen sich besonders für Laien, da sie als Online-Planer oder App auf Tablet und PC funktionieren.

Komplexere Anforderungen lassen sich mit CAD- oder BIM-Software abbilden. Ein Haus Konfigurator oder 3D-Raumplaner hilft, Möbel zu platzieren und Raumwirkungen realistisch zu testen.

3. Worauf ist bei der Gestaltung des Grundrisses zu achten?

Der Grundriss ist das Herzstück der Planung. Er basiert auf dem Raumprogramm und bestimmt die Raumaufteilung, Raumgröße und spätere Nutzungsflexibilität. Wichtige Aspekte sind:

  • Ausrichtung des Gebäudes für optimales Tageslicht
  • Fensterpositionierung
  • Barrierefreiheit
  • Offenes Wohnkonzept mit Wohn-Ess-Kochbereichen
  • Ausreichender Stauraum

Auch die Entscheidung zwischen Keller und Bodenplatte beeinflusst den Grundriss maßgeblich. Vertiefend dazu: Ein Leitfaden für die Erstellung eines durchdachten Hausgrundrisses.

4. Architekt oder Fertighausanbieter: Wer ist der richtige Partner?

Bei der Wahl des Baupartners stehen sich häufig Architekt und Fertighausanbieter gegenüber:

Unabhängig von der Wahl sind Bauvertrag, Zahlungsplan und Bauzeitgarantie rechtlich zu prüfen. Auch die Entscheidung zwischen Massivhaus und Fertigbauweise spielt hier eine Rolle. Mehr dazu in Effektive Hausbau-Planung.

5. Wie lassen sich Baukosten und Baunebenkosten kalkulieren?

Die Baukosten liegen 2026 je nach Ausstattung und Region bei 2.900 € bis über 3.800 € pro Quadratmeter. Zusätzlich fallen Baunebenkosten von 15–20 % an, etwa für Notar, Grunderwerbssteuer oder Erschließungskosten.

Ein solider Finanzierungsplan besteht aus Eigenkapital (mind. 20 %), Baukredit und möglichen Förderungen wie der KfW-Förderung. Eigenleistungen können das Budget entlasten. Detaillierte Zahlen findest du unter Wie viel kostet es, ein Haus zu bauen?

6. Welche rechtlichen Vorgaben sind beim Bau zu beachten?

Zentrale rechtliche Vorgaben ergeben sich aus dem Bebauungsplan (z. B. Dachformen, Geschosshöhen, Abstandsflächen) und dem Baurecht. Die Baugenehmigung kann ab 2026 zunehmend als Digitale Baugenehmigung über die BundID beantragt werden.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt hohe Energiestandards vor, etwa Effizienzhaus 40 und den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen. Ein Energieeffizienz-Experte unterstützt beim Bauantrag und der Einhaltung aller Bauvorschriften. Einen Überblick über den Ablauf bietet Bauphasen im Hausbau.

Ein Haus zu planen ist ein komplexer Prozess, der jedoch mit der richtigen Struktur gut beherrschbar ist. Wer frühzeitig Budget und Finanzierung klärt, das passende Grundstück prüft, einen durchdachten Entwurf erstellt und den geeigneten Baupartner wählt, schafft die Grundlage für ein erfolgreiches Bauprojekt. Gerade im Jahr 2026 spielen digitale Prozesse wie die Digitale Baugenehmigung über die BundID, aktuelle Vorgaben aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie steigende Anforderungen an Energieeffizienz eine immer größere Rolle.

Eine realistische Einschätzung der Baukosten pro Quadratmeter, das Einplanen der Baunebenkosten und die Nutzung moderner Hausplanungssoftware helfen dabei, Risiken zu minimieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Wichtig ist zudem, ausreichend Zeit für die Planungsphase einzuplanen und alle rechtlichen sowie technischen Rahmenbedingungen frühzeitig zu berücksichtigen.

Wer Schritt für Schritt vorgeht, klare Meilensteine definiert und auf erfahrene Partner setzt, kommt dem Ziel vom eigenen Traumhaus deutlich näher – planbar, sicher und zukunftsfähig.

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